MVZ am Forum – Dr. Kafritsas & Kollegen
Interdisziplinäres Zentrum für Schmerztherapie

Schmerztherapie

Von der Schmerzsprechstunde bis zur Rückenmarkstimulation: das vollständige Leistungsspektrum unseres interdisziplinären Zentrums für Schmerztherapie – verständlich erklärt.

Ein Klick auf einen Punkt öffnet die Erklärung.

Ambulante Schmerztherapie-Sprechstunde+

Für Patientinnen und Patienten mit anhaltenden Rücken- oder Nervenschmerzen bieten wir eine eigene Schmerzsprechstunde an.

Dort ordnen wir Ursache und Verlauf der Schmerzen ein und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept – von konservativ bis minimalinvasiv, fachübergreifend abgestimmt zwischen Neurochirurgie, Neurologie und Radiologie.

Konservative Behandlung chronischer Schmerzen+

Von chronischem Schmerz sprechen Mediziner, wenn Beschwerden über einen längeren Zeitraum – häufig länger als drei bis sechs Monate – bestehen bleiben, auch wenn die ursprüngliche Ursache bereits abgeklungen ist.

Wir behandeln chronische Schmerzen stufenweise: von medikamentösen und physiotherapeutischen Ansätzen über minimalinvasive Verfahren bis hin zu operativen Optionen, abgestimmt auf Ursache und bisherigen Verlauf.

Akupunktur+

Bei der Akupunktur werden feine Nadeln an definierten Punkten des Körpers gesetzt. Sie kann ergänzend zu anderen Verfahren bei chronischen Schmerzen, insbesondere des Bewegungsapparats, zur Linderung beitragen.

Bei uns wird die Akupunktur von Dr. Secer angeboten, der als Facharzt für Neurochirurgie rein konservativ – ohne eigene Operationen – tätig ist.

Periradikuläre Therapie (PRT)+

Unter Röntgen- oder CT-Kontrolle wird eine feine Nadel exakt an die gereizte Nervenwurzel geführt und ein entzündungshemmendes Medikament dort platziert, wo der Schmerz entsteht.

Das Verfahren eignet sich besonders bei Nervenwurzelreizungen durch Bandscheibenvorfälle oder Verengungen des Wirbelkanals und wird ambulant durchgeführt.

Facettendenervation (Kryo- & Thermoagulation)+

Die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) können bei Verschleiß Schmerzen verursachen, die über feine Nervenäste weitergeleitet werden.

Bei der Denervation werden genau diese Nervenäste gezielt durch Kälte (Kryotherapie) oder Hitze (Thermoagulation) verödet – das Gelenk selbst bleibt unangetastet, die Schmerzweiterleitung wird jedoch unterbrochen.

Perkutane Laser-Diskus-Dekompression (PLDD)+

Über eine feine Hohlnadel wird Laserenergie in die betroffene Bandscheibe eingebracht. Ein kleiner Teil des Bandscheibenkerns verdampft dabei, wodurch der Innendruck der Bandscheibe sinkt.

Dadurch kann sich vorgewölbtes Bandscheibengewebe vom Nerv zurückziehen – ganz ohne offenen Schnitt und meist ambulant durchführbar.

Rückenmarkstimulation (SCS) — Testphase & Implantation+

Bei der Spinal Cord Stimulation (SCS) wird zunächst in einer kurzen Testphase eine dünne Elektrode probeweise nahe am Rückenmark platziert und über ein externes Steuergerät angesteuert. Zeigt sich in dieser meist wenige Tage dauernden Testphase eine deutliche Schmerzlinderung, wird das System anschließend dauerhaft implantiert: Die Elektrode verbleibt an ihrer Position, ein kleiner Impulsgeber wird unter die Haut eingesetzt.

Wir setzen dabei unter anderem hochfrequente Stimulationssysteme (HF10) ein, die Schmerzsignale ohne das bei älteren SCS-Systemen typische Kribbeln (Parästhesien) unterdrücken können.

Das Verfahren wird vor allem bei chronischen Rücken- oder Nervenschmerzen eingesetzt, die auf andere Behandlungen nicht ausreichend angesprochen haben. Nach der Implantation kontrollieren wir regelmäßig die Einstellung und Funktion des Systems und passen die Therapie an Ihren Verlauf und Ihr Ansprechen auf die Stimulation an.

Dr. med. Waldemar Dschaak im OP-Saal der NC Klinik am Forum
Dr. med. Waldemar Dschaak führt Testphase und Implantation der SCS-Systeme im OP-Zentrum der NC Klinik am Forum durch – Sie bleiben während des gesamten Ablaufs in einer Hand.
Medikamentenpumpen-Implantation+

Bei stärksten chronischen Schmerzen kann eine kleine Pumpe unter die Bauchhaut eingesetzt werden, die ein Schmerzmittel direkt in Rückenmarksnähe abgibt.

Weil das Medikament dort wirkt, wo es gebraucht wird, reichen oft deutlich geringere Dosen als bei Tabletten – das kann Nebenwirkungen reduzieren. Auch hier übernehmen wir die regelmäßige Verlaufskontrolle und Anpassung der Dosierung.

Eingriffe an Rückenmark & Nervenwurzeln bei chronischen Schmerzen+

Wenn medikamentöse und minimalinvasive Verfahren nicht ausreichend wirken, kann in ausgewählten Fällen ein gezielter operativer Eingriff an schmerzleitenden Strukturen erwogen werden.

Welches Verfahren infrage kommt, hängt stark vom individuellen Befund ab und wird im persönlichen Gespräch abgewogen.

Neuronalanästhesie zur Schmerztherapie+

Gezielte Betäubungsverfahren einzelner Nerven oder Nervengeflechte, die zur Diagnose und Behandlung von Schmerzzuständen eingesetzt werden.

Sie helfen, die Schmerzquelle einzugrenzen, bevor eine weitergehende Behandlung geplant wird.

Diagnostik vor und nach dem Eingriff+

Vor jedem schmerztherapeutischen Eingriff sichern wir die Diagnose durch Bildgebung und klinische Untersuchung ab.

Nach dem Eingriff kontrollieren wir den Verlauf, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und die Therapie bei Bedarf anzupassen.

Diese Erklärungen sollen Ihnen eine erste Orientierung geben – das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt ersetzen sie nicht. Was für Sie infrage kommt, besprechen wir gemeinsam bei der Untersuchung.